The Outlaws, Rollstuhl Rugby Team aus Karlsruhe, wurden 1995 gegründet.
Als Abteilung der RSG Heidelberg-Schlierbach trainieren wir aktuell jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00
in der neuen Sporthalle Heidelberg-Schlierbach, Schlierbacher Landstrasse 200a.
Rollstuhl Rugby ist ein Sport, welcher eine spezielle Ausrüstung, Unterstützung und last but not
least Sponsoren erfordert.
Falls Sie interessiert sind am Rollstuhl Rugby, in welcher Form auch immer, zögern Sie nicht uns
anzusprechen.
Jeder Spieler, Helfer oder Sponsor ist willkommen.
Möchten Sie mehr über Rollstuhl Rugby lernen, national oder international, erkunden Sie unsere
links oder gehen Sie direkt zu
rollstuhl-rugby.de die erste Adresse für
Rollstuhl Rugby Deutschland.
Viel Spass beim durchstöbern unserer website.
The Outlaws
Einführung ins Rollstuhl Rugby
Einige Berichte von internationalen Turnieren und das Abschneiden deutscher Mannschaften
konnte man schon häufig im DRS-Rollstuhlsport Magazin nachlesen. Doch soll dies nicht
darüber hinwegtäuschen, dass jener faszinierende Rollstuhlsport in Deutschland noch in
den Kinderschuhen steckt. Jedoch zeichnet sich nach mühevoller Aufbauarbeit eine positive
Trendwende ab. In den letzten Jahren fanden sich weitere Teams im gesamten Bundesgebiet zusammen.
Zur Geschichte
Entstanden ist Tetra Rugby oder „Quad Rugby“ in Mitte der 70er Jahre in Kanada. Von dort ging
es weiter durch die USA und schwappte dann in den frühen 80igern über den grossen Teich nach England über.
Der Frust
Wer kennt das nicht, am Spielfeldrand sitzen und zu wissen, dass man nicht eingewechselt wird
oder einfach begeistert vom Rollstuhlbasketball und durch das Handicap, die Lähmungshöhe zum
Zuschauen verdammt zu sein.
Die Betroffenen
Beim Basketball fallen alle hinten runter, die nicht gezielt werfen, fangen, gut und schnell
fahren können, eben alle Tetraplegiker, halt alle, die Einschränkungen an Armen, Händen und Fingern
haben. Um diese Gruppe aufzufangen musste was passieren, und es passierte etwas. Ein neues Spiel!
Die Idee
Möglichkeiten wurden geschaffen, diese Prioritätsmerkmale zu umgehen oder die Wichtigkeit dessen
zu minimieren. Erst einmal wurde aus dem „schweren“ Basketball ein leichter Volleyball. Der wird
sicher auf dem Schoss transportiert und muss nur alle 10 Sekunden geprellt werden, die Anzahl der
Antriebsschübe während dieser 10 Sekunden sind unerheblich. Nicht mehr wird auf den hoch zu treffenden
Korb geworfen, sondern Treffer durch Überqueren der 8 Meter breiten Torlinie erzielt. Dadurch bleibt
die Attraktivität und Spannung bei einer Vielzahl fallender Tore erhalten.
Das Spielfeld
Tetra Rugby wird auf einem 28 m x 15 m grossen Feld gespielt (wie Basketball). In das Feld gelegt und
durch die 15m-Linien begrenzt, liegt jeweils ein 8 m breiter x 1,75 m tiefer Torraum.
Die Mannschaft
Ein Team besteht aus 4 Spielern, wobei sich neben den 4 Feldspielern noch bis zu 8 Spieler in der
Auswechselbox aufhalten können. Ausgewechselt werden darf beliebig oft. Die Spieler, die sich auf
dem Spielfeld befinden, dürfen in der Summe max. 8 Punkte aufweisen. Punkte?
Die Klassifizierung
Spricht Rollstuhl Rugby doch nur die Gruppe der Tetras an, so gibt es gerade hier gravierende
funktionelle motorische Unterschiede. Um hier die Mannschaften gleichwertig zu halten und die
mehr eingeschränkten Spieler nicht auszuschliessen, bekommen die einzelnen Spieler aufgrund ihrer
funktionellen Möglichkeiten mehr oder weniger Punkte. Die Einteilung geht von 0,5 - 3,5 Punkte,
je mehr motorische Funktionen vorhanden sind, desto mehr Punkte gibt es. (Beispiel: 4 Spieler mit
jeweils 0,5 + 1,5 + 2,5 + 3,5 = 8 Punkte oder 1,5 + 2,0 + 2,0 + 2,5 = 8 Punkte)
Grundlage für die Punkteeinteilung ist ein Muskeltest, welcher von Klassifizierern vorgenommen wird.
Die Regeln grob
* Rollstuhlkontakt ist voll erlaubt; Körperkontakt und das Wegschieben oder Abstützen an anderen
Rollstühlen ist verboten.
* Der Ball muss in Abständen von 10 sec. mindestens einmal geprellt oder abgespielt werden.
* Die angreifende Mannschaft muss innerhalb 15sec. die eigene Spielhälfte mit Ball verlassen.
* Das verteidigende Team darf maximal 3 Spieler im eigenen Torraum(8m x 1,75m) haben, der vierte
muss ausserhalb der Torzone verteidigen. Die 3 Spieler in der Zone können sich unbegrenzt lange darin aufhalten.
* Anders die angreifende Mannschaft, sie darf mit allen 4 Spielern in die gegnerische Zone,
jedoch muss jeder einzelne Spieler nach spätestens 10 sec. diese wieder verlassen haben,
sollte kein Tor erzielt worden sein.
Die Fouls
Die meisten Fouls sind illegaler Körperkontakt, Vergessen zu prellen, Überfahren der Auslinien,
4 Spieler in der eigenen Zone oder länger als 10 sec. in der gegnerischen Zone, also alles
Flüchtigkeitsfehler, die dann eine Benachteiligung der eigenen Mannschaft nach sich zieht.
Die Bestrafung
Begeht die ballführende Mannschaft ein Foul, so wechselt das Ballrecht. Begeht jedoch ein Spieler
der nicht ballführenden Mannschaft ein Foul, wird er für längstens 1 Minute in die Strafbox verbannt.
Fällt, wie beim Eishockey, in dieser Minute ein Tor gegen seine Mannschaft, darf der Spieler sofort
wieder auf das Spielfeld.
Spieldauer
Ein Match dauert 4 x 8 Minuten Nettospielzeit, d.h. wird das Spiel durch den Pfiff des Schiedsrichters
unterbrochen, wird auch die laufende Uhr angehalten, und bei Wiederfreigabe des Spiels läuft auch die
Uhr weiter.
Das Schiedsrichteraufgebot
Während der gesamten Spielzeit sind 5 Schiedsrichter im Einsatz, 2 Feldschiedsrichter,
2 Tischschiedsrichter und 1 Strafboxrichter.
Und gerade hier zeigt sich welcher personelle Aufwand beim Rollstuhl Rugby betrieben wird.
Sicherlich ist es bei vielen Sportarten nicht anders, doch wurde hiermit versucht einen groben Einblick
in diese faszinierende Sportart zu gegeben und hoffentlich weitere Interessenten neugierig gemacht zu
haben, seien es Spieler, helfende Hände oder Sponsoren.
Vielen Dank an das xoops Development Team und folgende Authoren:
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